Auf dem Weg zur modernen Organisation – von Bienen Agilität lernen

Im Namen Apiarista verbinden sich die Honigbiene Apis, Meisterin der Organisation, und Arista, das griechische Wort für Exzellenz. Von Bienen kann man so einiges lernen – auch in Fragen der Organisation.

Von der Natur lernen – so lautet ein häufig gehörter Rat. Bei genauerer Betrachtung gilt diese Aussage auch für Manager. Viele Organisationen täten gut daran,  sich die Arbeitsweise eines Bienenstocks als Vorbild zu nehmen. 

VUKA-Welt: Das Umfeld von Bienen und Organisationen

Bienen sind bekannt dafür, dass sie gemeinsam Erstaunliches vollbringen können und Herausforderungen sehr effizient meistern. Insbesondere ihre Reaktionsfähigkeit auf Umweltveränderungen und ihre hocheffiziente Kommunikation beschäftigt bis heute die Wissenschaft.

Moderne Organisationen bewegen sich in einem ähnlich volatilen und komplexen Umfeld. Deshalb sind Unternehmen gut beraten, auf Veränderungen flexibel zu reagieren oder diese sogar aktiv zu gestalten. 

Geschwindigkeit

Im Bienenstock ist erhebliche Reaktionsfähigkeit gefragt. Bienen müssen regelmäßig neue Futtermöglichkeiten finden, schnell auf sich ändernde Umwelt- und Wetterbedingungen reagieren, dürfen keine Ressourcen verschwenden und müssen zügig Entscheidungen treffen. 

In der globalisierten Geschäftswelt sieht es ähnlich aus. Organisationen müssen schneller und reaktionsfähiger werden, um im Markt und mit der Konkurrenz mithalten zu können. Die Reduktion der Zeit von der Produktidee bis zur Markteinführung ist in vielen Branchen mittlerweile überlebenswichtig. Agile Teams konzentrieren sich darauf, regelmäßig innerhalb kurzer Zeit einzelne, oft kleinere Produkte und Produkterweiterungen auf den Markt zu bringen. Dadurch können die agilen Teams Feedback vom Kunden erhalten und darauf aufbauend Verbesserungen am Produkt durchführen. So wird früh im Prozess erkannt, wie man das Produkt am besten weiterentwickelt und optimal auf den Kunden zuschneidet.

Autonome Teams 

Die Aufgabenverteilung und Teamarbeit bei Bienen ist klar strukturiert. Jede Biene weiß genau, was sie zu tun hat, mit wem sie zusammenarbeiten muss oder wo gerade „Bienenpersonal“ gebraucht wird. Die jeweilige Aufgabe der einzelnen Biene kann sich im Laufe ihres Lebens ändern, und trotzdem weiß die Biene jederzeit darüber Bescheid, was sie wie erledigen muss. Bienen arbeiten unabhängig von Hierarchie sehr selbständig, aber immer im Sinne der „Organisationsziele“.

Agile Organisationen zeichnen sich durch autonome Teams aus. Idealerweise ist dabei ein Team von Anfang bis Ende für ein Produkt verantwortlich und gibt dieses nicht irgendwann an ein anderes Team ab. Damit sie optimal arbeiten können, müssen diese Teams auf eine Vision und dazugehörige Ziele ausgerichtet sein. Daher ist eine der Hauptaufgaben von Führungskräften, ihren Teams zu vermitteln, was der Sinn ihrer Arbeit ist und welche Ziele verfolgt werden. Das Team findet dann den besten Weg, diese mithilfe ihrer verschiedenen Fachkompetenzen zu erfüllen. 

T-Shape: Spezialisierung und breite Qualifikation

Bienen arbeiten im Team. Im Laufe ihres Lebens erwirbt die Biene unterschiedliche Kompetenzen mit temporären Schwerpunkten. So sind es beispielsweise die jungen Bienen, die sich um den Nachwuchs im Stock kümmern, wohingegen die erfahrenen Bienen eher die Pollen- und Nektarsammler außerhalb des Stocks sind. Letztlich sind sie aber in ihrem Aufgabenspektrum breit aufgestellt und können kurzfristig auch andere Aufgaben übernehmen.

Außerhalb der Bienenwelt bestehen solche Teams aus Fachleuten. Diese können neben ihrer Spezialisierung auch weitere Aufgaben übernehmen und so Kollegen im Team unterstützen. Das nennt man T-Shape. Mit einer solchen Aufstellung vermeidet ein Team im Entwicklungsprozess unnötige Engpässe oder Wartezeiten aufgrund fehlender personeller Ressourcen für eine spezifische Kompetenz. Das „T“ symbolisiert dabei einerseits die Tiefe der Spezialisierung, und andererseits die breite Qualifikation.

Effiziente Kommunikation

Die Forschung geht davon aus, dass das effiziente Kommunikationssystem der Bienen dafür sorgt, dass alle gemeinsam auf das gleiche Ziel hinarbeiten – und auch stets genau wissen, was dieses Ziel ist, z.B. ausreichend Vorrat für den Winter zu beschaffen. 

Im Kontext des Organisationsmanagements ist Kommunikation einer der wichtigsten, aber immer wieder am meisten unterschätzten, Faktoren im gesamten Veränderungsprozess. Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Vision, Zielen und zentralen Entscheidungen müssen in die Organisation transportiert werden. Das agile Arbeiten funktioniert nur mit offener und effizienter Kommunikation. Das ist eine der größten Herausforderungen für die Organisationen, die Agilität zukünftig etablieren wollen. 

Der Einstieg ist nicht einfach

Bienen sind noch immer nicht vollständig erforscht. Neue Erkenntnisse faszinieren uns immer wieder. Ähnlich ist es mit der Agilität. Die Agilität außerhalb von IT-Teams ist noch keine lange etablierte Disziplin. Alle Beteiligten lernen kontinuierlich, wie man Agilität immer besser anwendet. 

Der Einstieg in das agile Management ist nicht einfach – aber machbar. Um den Start zu erleichtern, haben wir ein Trainingsformat entwickelt, in dem man durch die Zubereitung und Perfektionierung von Mokka agiles Management nicht nur theoretisch erlernt, sondern ganz praktisch erfährt. Als Belohnung gibt es am Ende den leckeren und von unseren eigenen Bienenvölkern produzierten Apiarista-Honig.

Apiarista – Was verbindet Bienen mit Organisation, Exzellenz und Agilität?

Namen sind mehr als nur Schall und Rauch. Wir haben unseren Firmennamen daher nicht zufällig, sondern ganz bewusst gewählt. 

Der Name Apiarista spiegelt unsere Unternehmensphilosophie wider: In Apiarista verbinden sich die Honigbiene Apis, Meisterin der Organisation, und Arista, das griechische Wort für Exzellenz. 

Uns dient die Art wie sich Bienen organisieren als Inspirationsquelle für moderne Unternehmen.

Organisationen kämpfen mit ähnlichen Problemen wie Bienen.

Moderne Organisationen bewegen sich in einem schnelllebigen, komplexen Umfeld. Sie sind gut beraten, auf Veränderungen flexibel und zeitnah zu reagieren oder Veränderungen sogar aktiv mit zu gestalten.

In einer ähnlichen Situation befinden sich Bienenvölker. Diese müssen regelmäßig neue Nahrungsquellen finden und auf wechselnde Umweltbedingungen reagieren.

Die Parallelen des Bienenstocks zum Organisationsdesign inspirieren uns in der Auseinandersetzung mit agilen Frameworks und deren Vermittlung. Selbstgesteuerte Teams, unkomplizierte Entscheidungsfindungen und die schnelle Reaktionsfähigkeit bei Veränderungen dienen uns als Metapher für die Anwendung und Weiterentwicklung agiler Methoden. 

Zusätzlich sind wir um einen stetigen Austausch bemüht. Dafür nehmen wir die Moderatorenrolle ein, und vermitteln zwischen unterschiedlichen Parteien, also beispielsweise der Führungsebene und den Mitarbeitern. Unsere Bestrebung, dem Kunden zu Exzellenz zu verhelfen, ist die Inspiration hinter unserem zweiten Namensbestandteil: Arista. 

Exzellenz ist für uns mehr als die optimale Lösung für den Kunden. Exzellenz bedeutet auch die Befähigung des Kunden, Probleme eigenständig zu meistern.

Auf den Arbeitsprinzipien von Bienen aufbauend, haben wir unsere Philosophie auf drei Grundpfeilern errichtet:

  • Befähigung unserer Kunden, die Herausforderungen langfristig selbst zu meistern, ist Grundprinzip in unserer Arbeit. Dies erfolgt einerseits durch die gemeinsame Lösungsentwicklung aber auch durch Coaching, Trainings und Workshops. 
  • Menschenzentrierung für ein erfolgreiches Organisationsdesign und eine nachhaltige digitale Transformation durch Motivation und Einbindung der Mitarbeiter. Agilität bedeutet nach unserem Verständnis eine dem Menschen zugewandte Unternehmenskultur.
  • In einem Veränderungsprozess prallen in der Regel unterschiedliche Sichtweisen, Interessen und Zielrichtungen aufeinander. Hier ist es wichtig, Verständnis zu schaffen und gute Lösungen zu finden. Dabei übernehmen wir häufig eine moderierende oder übersetzende Rolle und helfen auf diese Weise, Brücken zu bauen

Diese von Bienen inspirierte Philosophie bildet unser Verständnis von Exzellenz.

Es geht wieder los!

Das Bienenjahr hat begonnen: Bei den sommerlichen Temperaturen können nun endlich unsere Bienen mit ihrer Arbeit starten und den besonderen und hochwertigen Apiarista-Honig produzieren. Unsere Kunden und Workshopteilnehmer schätzen den Berliner Stadthonig sehr. Und wenn man den Bienen bei der Arbeit so zuschaut, dann ist die gute Qualität nicht verwunderlich. An unseren Standorten auf dem Teufelsberg und dem Max-Planck-Institut haben die Bienen zudem ein reichhaltiges Angebot an Futterquellen – Robinien, Kastanien, Linden, Obstbäume uv.m. In diesem Jahr starten wir mit einem eigenen Wachskreislauf, so dass wir die Gesundheit der Bienen und die Honigqualität noch ein wenig mehr in der eigenen Hand haben. Auf ein blütenreiches Jahr!

Was haben Bienen und Honig mit Apiarista zu tun?

Apiarista beschäftigt sich mit Veränderungsprozessen in Organisationen und mit agilen Methoden. Ein Bienenvolk ist eines der agilsten Organisationsformen und ist deshalb eine wunderbare Metapher für das, was wir bei Apiarista tun. Die Bienen beherrschen den Umgang mit Veränderungen und sind in der Lage, relativ schnell darauf zu reagieren – Gesundheit des Volkes vorausgesetzt. Hinzu kommt eine sehr effiziente Kommunikation im Volk – Bienen verbreiten sehr schnell Informationen zu Futterquellen, offenen Arbeitspositionen oder zum Verlust der Königin, so dass ebenso schnell darauf reagiert werden kann.

Uns liegt auch der Aspekt der Nachhaltigkeit am Herzen – sowohl im Kontext des Umweltschutzes als auch in der Beratung. In der Beratung bedeutet Nachhaltigkeit ganz konkret, dass wir unsere Kunden befähigen, agile Methoden selbst sehr schnell und konkret in der eigenen Organisation einsetzen zu können. Dabei orientieren wir uns am spezifischen Bedarf unserer Kunden sowie an der Situation in der Organisation.

Bienen sind uns also in vielerlei Hinsicht ein Vorbild – und der Honig unterstützt natürlich auch bei der Wissensarbeit. Wir freuen uns daher, dass es nun wieder losgeht und die Völker den Winter so gut überstanden haben.